SEHENS WERTES 2

Etwa eine halbe Stunde dauert es, bis Sie den Aufstieg auf den Domturm mit 509 Stufen bewältigt haben. Im eisernen Glockenstuhl können Sie dann verschnaufen und die schwere Petersglocke bewundern, im Volksmund „dä decke Pit- ter“ genannt. Als sie 1923 in Apolda gegossen wurde, war sie mit 24 t die größte läutbare Glocke der Welt. März, April, Okt. tgl. 9-17, Mai- Sept. tgl. 9-18, Nov.-Feb. tgl. 9-16 Uhr | Domkloster 4 \ Eintritt 2 Euro Rings um den Dom wurde 1969 nach Plänen des Architekten Fritz Schaber die Domplatte angelegt. Vor dem Haupteingang des Domes und auf dem Roncalliplatz an der Südseite der Kathedrale entfaltet sich ur- banes Leben: Gaukler, Pflastermaler und der Berufsdemonstrant Walter Hermann buhlen um die Aufmerksamkeit des Publikums. Die Skater will die Stadtverwaltung allerdings demnächst von dem Platz verbannen. An der Ostseite indessen mündet die Domplatte in eine düstere und ver- dreckte Betonorgie. Seit Jahren diskutiert man über deren Abriss, und selbst der Architekt Schaber äußerte in späteren Jahren Selbstkritik über diesen Teil seines Werks.

FASTNACHTSBRUNNEN [111 E3]

Goethe erlebte 1825 den Kölner Karneval und warnte vor allzu großen Ausschweifungen: „Löblich ist ein tolles Streben, wenn es kurz ist und mit Sinn …” Diese Inschrift ziert Georg Grasseggers Brunnen (1913) neben Figuren aus Kölns Folklore: Dazu zählen die Roten Funken als Stadtsoldaten und die „Hillige Mägde un Knäächte“ (heilige Mägde und° Knechte). Sie sind die älteste Tanzgruppe im Karneval. Außerdem sehen Sie eine Figur im „Kluten“- Kostüm, der früheren Tracht der Arbeiter am Rheinhäfen. (Jülichplcitz | www.karneval.de \ Bahnen und Busse: Heumarkt

Gross St. Martin

Gross St. Martin

GROSS ST. MARTIN [111 E-F3]

Auf den Fundamenten römischer Speicherhallen wurde diese Basilika errichtet. Der 1172 geweihte Bau entstand nach einem Brand, der Turm wurde erst 1200 vollendet und war bis zur Fertigstellung des Domes das Wahrzeichen der Stadt. Mo-Fr 10- 12 u. 15-17, Sa 10-12.30 u. 13.30- 17, So 14-16 Uhr \ www.romanische- kirchen-koeln.de | Groß St. Martin 9 | Bahnen und Busse: Dom/Hbf.

Nach dem Kirchenbesuch können Sie ein paar Schritte weiter in den Biergärten am Fischmarkt die Seele baumeln lassen. Zwischen Groß. St. Martin und Rheingarten liegt das langgestreckte Stapelhaus: Im Mittelalter mussten alle Rheinschiffer drei Tage lang vor Köln ankern und ihre Waren im Stapelhaus anbieten. Damit kontrollierten die Kölner Kaufleute den Rheinhandel und sicherten sich in der Historie so manches Monopol. Bahnen und Busse: Heumarkt

GÜRZENICH [111 E3-4]

Die mittelalterlichen Kaiser wurden im 70 km entfernten Aachen gekrönt und machten oft in Köln Station. Zu ihrem Empfang benötigte man ein prächtiges Festhaus, und so beschloss der Rat 1437 den Bau eines Bankett- und Tanzsaals für 4000 Gäste. Die Baukosten lagen bei 80 000 Gulden. Später diente der Bau als Waren- und Lagerhaus. Erst seit dem 19. Jh. wird er wieder als Konzert- und Ballhaus genutzt. Martinstr. 29-31/Quater- markt \ U 1,2, 7, 9: Heumarkt

HEINZELMÄNNCHEN-BRUNNEN [111 E2]

Der Brunnen erinnert an das Märchen von August Kopisch (1836). Es beschreibt, wie die fleißigen Zwerge den faulen und schlafenden Kölnern die Arbeit abnahmen. Doch eine neugierige Schneidersfrau streute Erbsen auf die Treppe, um die Heinzelmännchen endlich einmal zu sehen. Nach-dem sie unter lautem Wehklagen die Treppe hinuntergepurzelt waren, verschwanden sie für immer. In der Symbolik des Märchens repräsentieren die schlafenden Kölner die mittelalterliche Stadt und deren jahrhundertelanges Verharren in den alten Strukturen, die bis 1794 gültig blieben. Erst die napoleonischen Besatzer verpassten Köln um 1800 eine moderne Verwaltung, und die Schneidersfrau stößt ihre Mitbürger in ein neues, modernes Zeitalter der Betriebsamkeit und wirtschaftlichen Prosperität hinein. Am Hof \ Bahnen und Busse: Dom/Hbf.

MIKWE/JUDENBAD [111 E3]

Seit dem 4. Jh. gibt es eine jüdische Gemeinde in Köln – die älteste nördlich der Alpen. Im Mittelalter lebten die Juden im heutigen Rathausviertel. Auf dem Platz sehen Sie unter der Glaskuppel die Reste des Kultbades Mikwe (um 1150). Der Wasserstand war vom Pegel des Rheins abhängig.

Schlüssel nach vorheriger Reservierung Di-So 10-17 Uhr im Praeto-rium abholen | Unter Goldschmied | Bahnen und Busse: Dom/Hbf.

MUSEUM LUDWIG [111 E2]

Das Museum Ludwig gilt als das „Flaggschiff1 unter den Kölner Museen. Es beherbergt den gesamten städtischen Kunstbesitz aus dem- 20. und 21. Jh. Das Sammlerehepaar Irene und Peter Ludwig überließ der Stadt Köln schon 1968 seine Sammlung mit Werken der Pop Art. Später holte Peter Ludwig auch kaum be-kannte Werke der russischen Avantgarde an den Rhein – sie waren seit Stalins Zeiten ins Depot verbannt. In seinen letzten Lebensjahren spürte Ludwig (er starb 1996) in China und Kuba Arbeiten auf, in denen sich die Idee einer „Globalkunst zeigt — Ausdruck des gleichen Lebensgefühls junger Künstlergenerationen in Havanna, Shanghai, Berlin, New York.

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