STADT SPAZIERGÄNGE 2

STATIONEN KÖLSCHER EIGENART

Die Kölner haben ihnen Denkmäler gesetzt und Brunnen gestiftet – den Helden, Filous und Originalen der Stadt. Diese Plastiken stehen für die Mentalität und Identität der Einheimischen. Und zu dieser Identität gehört auch die Besinnung auf die Glanzzeit, als Köln im Mittelalter die größte Stadt Deutschlands war. Für die rund 4 km sollten Sie etwas mehr als eine Stunde einplanen.

Schäl-Denkmal

Schäl-Denkmal

Die Helden unzähliger kölscher Witze ehrt das Tünnes und Schäl-Denkmal (S. 34). Tünnes gehörte schon 1802 zum Ensemble des Hänneschen- Stockpuppentheaters, das Johann Christoph Winter begründete. Ab 1847 machte ihm Franz Andreas Mil- lowitsch Konkurrenz, und in dieser Zeit tauchte dann auch die Figur des Schäl in diesem Puppentheater auf. Ein paar Meter weiter informiert die Schmitz-Säule, dass sich hier einst die Römer mit den Ubiermädchen trafen und den Stammbaum der Familie Schmitz begründeten, die im Telefonbuch heute acht Seiten füllt. Wenn Sie die Lintgasse überqueren, führt eine Passage zum Ostermannbrunnen (S. 31) mit Figuren aus den Liedern des Volkssängers. Durch die Passage auf der anderen Platzseite erreichen Sie die Salzgasse. Wenden Sie sich nach links Richtung Rhein, etwas weiter geht rechts die äusserst schmale Tipsgasse mit dem Millo- witsch-Denkmal und dem Hänneschen- Theater ab. Die Vorstellungen sind zwar auf kölsch, die Kindervorstei-lungen am Nachmittag bieten Ihrem Nachwuchs trotzdem ein schönes Erlebnis.

Folgen Sie der Treppe nach unten und der Salzgasse bis zum Rheinufer. Nun spazieren Sie direkt am Rhein entlang nach Norden, vorbei am Rheingarten (S. 29), unter der Hohen-zollembrücke hindurch mit Blick auf die alten Messehallen (heute Sitz von RTL) und den Rheinpark auf der anderen Flussseite. An der Bastei (S. 41) ist das mittelalterliche Köln zu Ende, sie ist bereits Teil der preußischen Stadtbefestigung im 19. Jh. Doch der Turm auf der anderen Straßenseite stammt aus der Zeit um 1400 und wird Weckschnapp (S. 43) genannt. Er gehörte zur mittelalterlichen Kunibertstorburg und wurde als Stadtgefängnis genutzt.

Über den Thürmchenswall und den Gereonswall spazieren Sie an der mittelalterlichen Stadtumwallung entlang, von der aber heute nur noch die Eigelsteintorburg (S. 42) übrig geblieben ist. An der Weidengasse (S. 44) geht’s nach links, vorbei an skurrilen Trödelläden und exotischen türkischen Geschäften – hier fühlen Sie sich wie im Orient. Über den Eigelstein und die Marzellenstraße gelangen Sie zurück zum Dom (S. 25). An die Südseite der Domplatte (Roncal- liplatz) liegt die Straße Am Hof mit dem Heinzelmännchen-Brunnen (S. 29). Den Abschluss der Tour bildet auf dem Alten Markt das Haus Nr. 24, wo Ihnen an der Dachrinne die Figur des Kallendressers (S. 24) sein entblößtes Gesäß entgegenstreckt.

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